Fragen

Schadet Bleaching den Zähnen?
Man unterscheidet zwischen Bleichen zu Hause mit einer speziell angefertigten Schiene und einer Bleichsubstanz, die über mehrere Stunden am Tag getragen wird. Man beobachtet über 10 Tage die Änderung der Farbe, und der Patient kann selbst entscheiden, wie hell es werden soll. Daneben gibt es noch das Bleichen in der Praxis an einzelnen Zähnen oder gesamthaft unter direkter Kontrolle des Zahnarztes. Risiken bestehen nur dann, wenn es zu häufig angewendet wird. Unter normalen Bedingungen aber kann es höchstens zu Überempfindlichkeiten der Zähne führen, was sich aber wieder schnell regeneriert. Da die Bleichmittel industriell vorgefertigt werden, gibt es fast kein Risiko bei sachgemäßer Anwendung.

Wie funktioniert das Bleaching?

Der Aufhellungsprozess wird ermöglicht, da Carbamidperoxid und Wasserstoffperoxid Schmelz und Dentin unbehindert durchdringen und in alle Teile des Zahns vordringen können. Für eine kosmetische Zahnaufhellung sind Konzentrationen bis zu max. 30 % Wasserstoffperoxid ausreichend, um in den äußeren Bereich der Zähne einzudringen und durch Speisen, Getränke und Tabak verursachte Verfärbungen zu entfernen. Für durch Erkrankung, Verletzung oder medizinische Behandlung verfärbte Zähne können höhere Konzentrationen erforderlich sein, um tief in den verfärbten Bereich der Zähne einzudringen. Diese Peroxide zerfallen in Sauerstoffradikale, die zwischen die Schmelzprismen einwandern, Farbstoffmoleküle aufspalten und damit entfärben. Die Zahnstruktur wird dabei nicht verändert; die innere Zahnfarbe wird lediglich aufgehellt. Da die Aufhellungswirkstoffe in winzige Moleküle zerfallen und durch den gesamten Zahn wandern, muss zur Aufhellung nicht die gesamte Zahnoberfläche mit dem Aufhellungsgel bedeckt werden. Zahlreiche Studien haben die Wirksamkeit  von Peroxiden bei der Zahnaufhellung erwiesen. Schmelz, Dentin, vorhandene Füllungen und Bondingmaterialien werden von den Wirkstoffen der Zahnaufhellung  nicht verändert und nicht angegriffen.

Wie lange hält die Zahnaufhellung?

Die Ergebnisse der Zahnaufhellung sind sehr beständig, doch können abhängig von der Ernährung und dem Lebensstil des Patienten regelmässig Auffrischungsbehandlungen nötig sein. Da die Bleaching-Wirkstoffe jedoch ungefährlich sind, brauchen Zahnarzt und Patient keine Bedenken zu haben

Verursacht eine Zahnaufhellung Empfindlichkeiten von Zähnen?

Zahnempfindlichkeiten sind eine relativ häufig auftretende Nebenwirkung einer Zahnaufhellung. Sollten sie auftreten, sind sie nur vorübergehend und verschwinden nach dem Abschluss der Behandlung. Die meisten Produkte enthalten ausserdem Desensibilisierungswirkstoffe auf Kaliumnitrat und Ruoridbasis für zusätzlichen Komfort. Forschungen haben gezeigt, dass Kaliumnitrat, genau wie Wasserstoffperoxid, durch den Schmelz und das Dentin bis zur Pulpa gelangen kann. Kaliumnitrat wirkt eher wie ein Analgetikum oder Anästhetikum. Es bewahrt den Zahn vor einer Repolarisation, nachdem er durch den Schmerzzyklus depolarisiert wurde. Fluoride wirken in erster Linie als Verschluss der Tubuli; sie blockieren die Öffnungen und verlangsamen den Flüssigkeitsfluss, der die Zahnüberempfindlichkeiten auslöst.

Greift die Zahnaufhellung den Zahnschmelz an?

Das Zahnaufhellungsgel enthält Kaliumnitrat und Fluorid (PF). Kaliumnitrat reduziert Zahnempfindlichkeiten. Fluorid trägt nachweislich zu geringerem Kariesbefall und einer Stärkung des Zahnschmelzes bei. Zusammen verbessern sie die Zahngesundheit.

Gibt es durchsichtige Zahnstellungskorrekturen?
Die neue unsichtbare Methode, Zähne von Erwachsenen ohne Zahnspange zu korrigieren heisst invisalign®. invisalign® verwendet ein System von transparenten und herausnehmbaren Aligner-Schienen ohne Metall oder Drähte.

Was bringt eine Fissurenversiegelung?
Die Kauflächen der Backen- und Mahlzähne sind nicht glatt, sondern besitzen Wülste und Einkerbungen, die sogenannten Fissuren. In diesen Nischen finden kariesauslösende Bakterien guten Schutz, da sie oft auch durch Zähneputzen nicht entfernt werden können, wenn die Borsten der Zahnbürste nicht an den Boden der Fissuren gelangen. Durch ein Verschliessen der Fissuren mit einem speziellen Kunststoff kann die Kariesanfälligkeit der Kauflächen um 70 bis 90% verringert werden. Die Fissurenversiegelung wird meistens an intakten, noch nicht gefüllten Zähnen durchgeführt. Wichtig ist, dass die Vollständigkeit der Versiegelung regelmässig durch den Zahnarzt kontrolliert wird. Schadhafte Stellen können dann jederzeit ausgebessert werden. Die Versiegelung der Kauflächen ist eine einfache und schmerzlose Behandlung.

Schadet das Rauchen?
Rauchen hat auf die Zähne selbst bzw. auf Brücken und Prothesen lediglich den negativen Effekt der Verfärbung, jedoch keinen direkten kariesbegünstigenden Einfluss. Auf den Zahnhalteapparat (Zahnfleisch, Knochen) hingegen wirkt sich das Rauchen klar negativ aus, wobei es auf die Intensität des Rauchens ankommt. Insgesamt tritt bei starken Rauchern die Parodontitis 7x häufiger auf als bei Nichtrauchern. Dadurch kann es zu massiven Zahnverlusten kommen. Durch Zigarren- und Pfeifenrauchen kommt es ausserdem zu einer deutlichen Gefährdung der Mundschleimhaut in Richtung Entartung.